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Es ist immer noch Platz nach unten

Ich re-poste (Neudeutsch!) meinen Eintrag Ein Blick in die deutsche Gruppenseele aus gegebenem Anlass. Bitte herunterscrollen und das lange Addendum lesen.

Danke!
Das Erbe des Wolfes lässt uns nicht los.

Jeder, der die öffentliche Auseinandersetzung über die Wiederansiedlung des Wolfes in Internet und Medien verfolgt, muss an der Unsachlichkeit der Diskussion verzweifeln. In West- und Mitteleuropa wurde der Wolf nach endlosen Konflikten mit der Bevölkerung am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend vertrieben. Wolfsunterstützer behaupten nun, dass unsere Altvorderen nur einen Sündenbock brauchten und dass durch Wölfe verursachtes Menschenleid ins Reich der Fabel verwiesen werden könne. Auch, dass wir uns von Ammenmärchen wie "Rotkäppchen" Angst machen ließen.

Tatsächlich ist es umgekehrt. Volksmärchen wie Rotkäppchen geben die sehr realen Ängste, Nöte und Wünsche der Menschen von damals wieder, eine Form der Psychotherapie, bevor es Psychotherapie gab, sozusagen. Im internationalen Vergleich kann man sehen, dass gleiche Motive in unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen immer wieder auftauchen. Da dies manchmal nicht mit gegenseitiger Beeinflussung zu erklären ist, wird als Erklärungsansatz häufig die von Carl Gustav Jung entwickelte sogenannte Archetypenlehre herangezogen. Hiernach verfügt die Menschheit über ein Kollektives Unbewusstes mit einem Vorrat bestimmter gemeinsamer Vorstellungen, z.B. die immer wiederkehrenden bösen Stiefmütter oder die missgünstigen Schwestern, die ausgesetzten Kinder, aber auch die glanzvolle Heirat, oder eben wilde Tiere, meist Wolf oder Bär.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Quellen, die die Ängste unserer Vorfahren nachvollziehbar machen. Dabei muss man sich hüten, in eine anthropomorphe Denkweise zu verfallen. Es geht nicht um "Gut" oder "Böse", der Wolf ist ein Tier und handelt instinktiv. Er kennt derartige Begriffe nicht. Es geht vielmehr darum, dass Wölfe den Menschen in der Vergangenheit so geschadet haben, dass ein Leben nebeneinander nicht mehr möglich war.

Der norwegische Wildbiologe J.D.C. Linnell hat 2002 die Übergriffe auf Menschen in Skandinavien in den letzten 300 Jahren untersucht und sich auf die tödlichen Angriffe konzentriert. In den Ländern Finnland, Schweden und Norwegen sind 94 Todesfälle belegt, die meisten Opfer waren Kinder. Bei diesen Zahlen muss man von der Untergrenze ausgehen, weil, wie Linnell selbst zugibt, etliche Quellen als sogenannte "unbestätigte" Überlieferungen von den Wissenschaftlern verworfen wurden, was nahelegt, dass die Biologen Historiker in ihre Forschungen hätten einbeziehen sollen.

Der französische Agrarhistoriker Jean-Marc Moriceau hat die historischen Quellen in Frankreich ausgewertet und Daten über Wolfsangriffe erstellt.

Die hohe Zahl von mehreren Tausend Wolfsopfern zwischen 1580 und 1830 in Frankreich lässt Raum für Spekulation über die Gründe. Die häufigen Kriege mögen ein Grund sein, denn Kriegs- und Notzeiten waren dem Wolf immer zuträglich.

Historische Quellen zu Wölfen in Kriegszeiten: https://de.wikisource.org/wiki/Kriege_und_Raubtiere

Forstmeister a.D. Helmut Mattke führt in seiner Abhandlung "Auf uralten Wolfspässen" (Sammelband Nord-deutsche Forst-und Jagdgeschichte, WAGE-Verlag, 2000) auf der Grundlage von amtlichen Statistiken ab dem 18. Jahrhundert bis heute, sowohl nachgewiesene Fälle von menschlichen Opfern, als auch die hohen Haus- und Weidetierverluste in Europa auf, z.B. betrugen die Tierverluste allein im Jahr 1823 im Baltikum/Livland: 15.182 Schafe, 4.190 Schweine, 3.270 Ziegen, 1.807 Rinder, 1.841 Pferde, 1.873 Gänse und 713 Hunde.

Viele weitere Beispiele mit beträchtlichen Zahlen reichen bis in die 1970er Jahre der Gegenwart. Nach der Zurückdrängung der Wölfe in Westeuropa sank die Zahl der menschlichen Opfer bis auf wenige Fälle.

Je mehr man sich in diese Zahlen vertieft, je rätselhafter werden die Motive der Wolfapologeten und vor allem deren Aggressivität. (Tatsächlich wurde der Verfasserin dieser Zeilen auf einer Seite im Internet für die Publizierung von faktisch korrektem Zahlenmaterial Prügel angedroht.) Warum regt sich niemand darüber auf, dass das Wisent, im Gegensatz zum Wolf, tatsächlich kurz vor dem Aussterben steht? Warum nicht über die Bilder von gerissenen oder - schlimmer - lebend angefressenen Schafen, Rindern oder Pferden? Auch Hunde wurden schon gerissen. Allzu viele Schäfer haben bereits aufgegeben und Rinderhalter von der - tierfreundlichen - Weidehaltung Abstand nehmen müssen.

NiedersächsicheWeidetierhalter legen tote Tiere vor den Landtag ab. Quelle: Agrarheute.

Mai 2018: Mehr als 40 Schafe im Schwarzwald getötet.
Nein, mit anderen Kreaturen hat man kein Mitleid. Die Legende vom schnell mit Kehlbiss tötenden Wolf ist eben das - eine Legende und die Forderung nach Herdenschutzhunden ist zynisch in ihrer Realitätsferne. Diejenigen, die effektiv wären, wären wiederum eine Gefahr in einer dichtbesiedelten Kulturlandschaft - das sind keine Bählämmer - von den untragbaren finanziellen Belastungen für die Tierhalter einmal abgesehen. Es ist ja auch schon eine lukrative "Herdenschutzhund"-Nachzuchtindindustrie entstanden. Gutes zu tun und dabei noch zu verdienen wird ja immer wieder gerne genommen.

Kalb - kein Kehlbiss.

Hund - zweifelhafter Kehlbiss.

Reh - kein Kehlbiss.

Esel. Und nein, Mitleid hat man nicht.

Esel, heißt es in gewissen Kreisen, vermögen die Schafe vor Wolfsangriffen zu schützen.
Sie werden gerne so dem Götzen Wolf geopfert.
Ich enthalte mich eines weiteren Kommentars, Kinder könnten hier mitlesen.

Wieso das alles von den Wolfsfreunden bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls geleugnet wird, darüber kann man nur spekulieren. Die meisten von ihnen dürften auch "Naturschützer" sein, aber auch Schutz und Erhaltung der Deiche durch Schafe oder der Almen, die ohne Weidetiere verkarsten würden, geht ihnen an ihrem grünokologischen Hintern vorbei.

Fest steht, es gibt für sie Tiere erster und Tiere zweiter Klasse. Immer wieder findet sich auch das Mantra vom Menschen, der "das schlimmste Raubtier" sei. Ist es verständlich, dass ich diesen Leuten dann einen Moment lang wünsche, dass sie sich in einer Steinzeithöhle wiederfinden mögen, ohne Bildung, ohne Kultur, ohne Architektur, ohne Musik oder Malerei, ohne Philosophie und Literatur und vor allem ohne Hygiene und medizinische Versorgung?

Darauf antwortet die Biologin Eva Nessenius mir:
"Das erste, was sie sehr bald tun würden, wäre das, was die Steinzeitmenschen auch getan haben: Die Raubtiere so bejagen, dass sie nicht in die Nähe ihrer Wohnhöhlen kommen."
Genau! Womit wir es hier zu tun haben ist - auch - Wohlstandsverwahrlosung.

Stefan Fügner gibt dem Ganzen in seinem Jagdblog folgende Interpretation:
Der Misanthrop ist in der Regel ein schwacher Mensch ohne großes Durchsetzungsvermögen. Er macht für seine Ausgrenzung und das Gefühl des Alleingelassenseins immer seine Mitmenschen verantwortlich, aber nie sich selber. Er sucht als schwacher Mensch Verbündete, die ihm helfen, sich von dem erlittenen Leid zu befreien. Genau diese Charaktereigenschaften hat der Wolf:

Im Wolf vereinen sich alle Charaktereigenschaften, die dem Misanthrop fehlen und für die er sein gesellschaftliches Scheitern verantwortlich macht. Der Wolf ist aus seiner Sicht stark, wild, frei, klug, rücksichtslos, durchsetzungswillig und -rächt sich nun für sein durch den Menschen erlittenes Unrecht. Für den Misanthropen ein geradezu idealer Verbündeter und ein Vorbild gegen die verhassten Mitmenschen! Mit Tier und Naturschutz hat das alles sehr wenig zu tun.
Werden diese Leute Verantwortung übernehmen, wenn die zweifellos hochintelligenten Wölfe, die schon lange gelernt haben, dass ihnen bei uns mangels Jagddruck nichts passiert, irgendwann auch einsehen, dass es einfacher ist, ein Kind vom Fahrrad zu holen, anstatt Wild nachzuhetzen oder einen hohen Weidezaun zu überwinden?

Ich bezweifle es.



Für das weitere Zahlenmaterial: https://www.wolf-nein-danke.de

Addendum:
Der Bund der Steuerzahler in Deutschland e.V.  berichtet auf seiner Webseite:
Ein Krankenwagen für Wölfe

Hannover. Der Wolf ist zurück in Teilen Niedersachsens. Schon im Juli 2015 nahm daher offiziell das Wolfsbüro seinen Dienst beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf. Landesweit dienen seitdem eigens berufene Wolfsberater als ehrenamtliche Ansprechpartner für Tierhalter, Jäger sowie interessierte Bürger. Sie erfassen zudem die örtlichen Wolfssichtungen, um die Ausbreitung der Tiere genau im Blick zu haben. Dazu gehört auch die Aufnahme von Verkehrsunfällen, bei denen eines der unter Naturschutz stehenden Tiere zu Schaden gekommen ist.

Um die Arbeit der Wolfsberater noch weitreichender zu unterstützen, nahm die Region Hannover im Januar 2017 einen bundesweit bis heute einmaligen Spezialanhänger in Betrieb, mit dem die bei einem Unfall verletzten Wölfe zur weiteren Versorgung abtransportiert werden können.

Um dabei Mensch und Tier zu schützen, wurde das auf einem Hundeanhänger basierende Fahrzeug speziell an seine Aufgabe angepasst. Der Anhänger verfügt über wildtiersichere Innenwände, ein Transportbrett mit Fixiergurten, Stabschlingen und Netze zum Einfangen der Tiere, Bissschutzhandschuhe, einen Maulkorb und sogar eine Heizdecke für die verletzten Tiere. Um die Verkehrssicherheit an der Unfallstelle zu gewährleisten, ist der Anhänger zudem mit verschiedenen Beleuchtungseinrichtungen versehen. Diese Spezialanfertigung hat seinen Preis: Fast 11.000 Euro hat die Region Hannover für den Anhänger ausgegeben. Sie wollte ihn bei Bedarf auch den Nachbarlandkreisen Celle, Nienburg und Heidekreis zur Verfügung stellen.

Genutzt wurde der Anhänger seit seiner Anschaffung allerdings kein einziges Mal, da es keine Einsatzmöglichkeiten gibt. So kam es in der Region seit Inbetriebnahme lediglich zu zwei Unfällen. In beiden Fällen kam der Wolf bei dem Unfall zu Tode. Auch in den Nachbarlandkreisen gab es kein Ereignis, bei dem der Anhänger von Nutzen gewesen wäre.

Der fehlende Bedarf hat sich dabei schon vor der Anschaffung abgezeichnet. In den zwei Jahren vor der Anschaffung dokumentiert der NLWKN lediglich einen einzigen tödlich verunglückten Wolf in der Region Hannover. Über die geringe Anzahl von Unfällen darf sich der Wolfsfreund durchaus freuen, ärgern kann sich hingegen der Steuerzahler. Er hat 11.000 Euro für die Anschaffung eines Spezialanhängers bezahlt, von dem bereits im Vorhinein klar war, dass er kaum zum Einsatz kommen würde.


Foto: Marcus Prell
Der BDST konzentriert sich - verständlicherweise - allein auf den finanziellen Aspekt. Ich fühle mich dadurch allerdings in meiner ethisch-moralisch begründeten Sicht bestätigt.

Nichts symbolisiert den Abgrund, in den unsere Gesellschaft geraten ist, pointierter als DAS! Kinder sterben, weil Intensivstationen mangels Geldes unterbesetzt sind, aber die Stimmen der Wolfsfreunde sind halt wichtiger für die Politik. Tote Menschen können ja nicht mehr wählen.

Es beweist auch meine Theorie, dass es für diese "Tierfreunde" Kreaturen erster und zweiter Klasse gibt (der Mensch gehört eh nicht in den Rang der "Kreaturen"). Warum kein "Krankenwagen" für Rotwild, für Sauen, für Rehe? Geld ist ja offenbar genug da.

Dazu kommt noch, dass dem Wolf damit kein Gefallen getan wird. Ich mag mir nicht ausmalen, welchen Stress eine solche Prozedur für ein wildes Tier bedeuten würde. Der Wolf, ein Tier, weiß nichts von seinem Tod. Es wäre FÜR IHN viel gnädiger, ihn zu erlösen. Es zeigt auch, was für ein Wahnsinn diese Wiederansiedlung ist. In einem dichtbesiedelten Land mit einer engen Verkehrsinfrastruktur MUSS doch dauernd einer totgefahren werden. Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die auf den Gräbern der toten Wölfe tanzt. Mir zerreißt es das Herz, mir tut jeder totgefahrene Wolf, der leiden musste, leid. Er konnte nichts dazu. Aber ich bin ja auch kein "Tierfreund".

Ein Blick in die deutsche Gruppenseele

Das Erbe des Wolfes lässt uns nicht los.

Jeder, der die öffentliche Auseinandersetzung über die Wiederansiedlung des Wolfes in Internet und Medien verfolgt, muss an der Unsachlichkeit der Diskussion verzweifeln. In West- und Mitteleuropa wurde der Wolf nach endlosen Konflikten mit der Bevölkerung am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend vertrieben. Wolfsunterstützer behaupten nun, dass unsere Altvorderen nur einen Sündenbock brauchten und dass durch Wölfe verursachtes Menschenleid ins Reich der Fabel verwiesen werden könne. Auch, dass wir uns von Ammenmärchen wie "Rotkäppchen" Angst machen ließen.

Tatsächlich ist es umgekehrt. Volksmärchen wie Rotkäppchen geben die sehr realen Ängste, Nöte und Wünsche der Menschen von damals wieder, eine Form der Psychotherapie, bevor es Psychotherapie gab, sozusagen. Im internationalen Vergleich kann man sehen, dass gleiche Motive in unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen immer wieder auftauchen. Da dies manchmal nicht mit gegenseitiger Beeinflussung zu erklären ist, wird als Erklärungsansatz häufig die von Carl Gustav Jung entwickelte sogenannte Archetypenlehre herangezogen. Hiernach verfügt die Menschheit über ein Kollektives Unbewusstes mit einem Vorrat bestimmter gemeinsamer Vorstellungen, z.B. die immer wiederkehrenden bösen Stiefmütter oder die missgünstigen Schwestern, die ausgesetzten Kinder, aber auch die glanzvolle Heirat, oder eben wilde Tiere, meist Wolf oder Bär.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Quellen, die die Ängste unserer Vorfahren nachvollziehbar machen. Dabei muss man sich hüten, in eine anthropomorphe Denkweise zu verfallen. Es geht nicht um "Gut" oder "Böse", der Wolf ist ein Tier und handelt instinktiv. Er kennt derartige Begriffe nicht. Es geht vielmehr darum, dass Wölfe den Menschen in der Vergangenheit so geschadet haben, dass ein Leben nebeneinander nicht mehr möglich war.

Der norwegische Wildbiologe J.D.C. Linnell hat 2002 die Übergriffe auf Menschen in Skandinavien in den letzten 300 Jahren untersucht und sich auf die tödlichen Angriffe konzentriert. In den Ländern Finnland, Schweden und Norwegen sind 94 Todesfälle belegt, die meisten Opfer waren Kinder. Bei diesen Zahlen muss man von der Untergrenze ausgehen, weil, wie Linnell selbst zugibt, etliche Quellen als sogenannte "unbestätigte" Überlieferungen von den Wissenschaftlern verworfen wurden, was nahelegt, dass die Biologen Historiker in ihre Forschungen mit hätten einbeziehen sollen.

Der französische Agrarhistoriker Jean-Marc Moriceau hat die historischen Quellen in Frankreich ausgewertet und Daten über Wolfsangriffe erstellt.

Die hohe Zahl von mehreren Tausend Wolfsopfern zwischen 1580 und 1830 in Frankreich lässt Raum für Spekulation über die Gründe. Die häufigen Kriege mögen ein Grund sein, denn Kriegs- und Notzeiten waren dem Wolf immer zuträglich.

Historische Quellen zu Wölfen in Kriegszeiten: https://de.wikisource.org/wiki/Kriege_und_Raubtiere

Forstmeister a.D. Helmut Mattke führt in seiner Abhandlung "Auf uralten Wolfspässen" (Sammelband Nord-deutsche Forst-und Jagdgeschichte, WAGE-Verlag, 2000) auf der Grundlage von amtlichen Statistiken ab dem 18. Jahrhundert bis heute, sowohl nachgewiesene Fälle von menschlichen Opfern, als auch die hohen Haus- und Weidetierverluste in Europa auf, z.B. betrugen die Tierverluste allein im Jahr 1823 im Baltikum/Livland: 15.182 Schafe, 4.190 Schweine, 3.270 Ziegen, 1.807 Rinder, 1.841 Pferde, 1.873 Gänse und 713 Hunde.

Viele weitere Beispiele mit beträchtlichen Zahlen reichen bis in die 1970er Jahre der Gegenwart. Nach der Zurückdrängung der Wölfe in Westeuropa sank die Zahl der menschlichen Opfer bis auf wenige Fälle.

Je mehr man sich in diese Zahlen vertieft, je rätselhafter werden die Motive der Wolfapologeten und vor allem deren Aggressivität. (Tatsächlich wurde der Verfasserin dieser Zeilen auf einer Seite im Internet für die Publizierung von faktisch korrektem Zahlenmaterial Prügel angedroht.) Warum regt sich niemand darüber auf, dass das Wisent, im Gegensatz zum Wolf, tatsächlich kurz vor dem Aussterben steht? Warum nicht über die Bilder von gerissenen oder - schlimmer - lebend angefressenen Schafen, Rindern oder Pferden? Auch Hunde wurden schon gerissen. Allzu viele Schäfer haben bereits aufgegeben und Rinderhalter von der - tierfreundlichen - Weidehaltung Abstand nehmen müssen.

Niedersächsiche Weidetierhalter legen tote Tiere vor den Landtag ab. Quelle: Agrarheute.

Mai 2018: Mehr als 40 Schafe im Schwarzwald getötet.

Nein, mit anderen Kreaturen hat man kein Mitleid. Die Legende vom schnell mit Kehlbiss tötenden Wolf ist eben das - eine Legende, und die Forderung nach Herdenschutzhunden ist zynisch in ihrer Realitätsferne. Diejenigen, die effektiv wären, wären wiederum eine Gefahr in einer dichtbesiedelten Kulturlandschaft - das sind keine Bählämmer - von den untragbaren finanziellen Belastungen für die Tierhalter einmal abgesehen. Es ist ja auch schon eine lukrative "Herdenschutzhund"-Nachzuchtindindustrie entstanden. Gutes zu tun und dabei noch zu verdienen wird ja immer wieder gerne genommen. Auch wird die Tatsache, dass das Aufeinanderhetzen von Caniden (vulgo: Hundekämpfe) bei uns aus Tierschutzgründen schon lange verboten ist, völlig ignoriert.

Kalb - kein Kehlbiss.

Hund - zweifelhafter Kehlbiss.

Reh - kein Kehlbiss.

Esel. Und nein, Mitleid hat man nicht.

Esel, heißt es in gewissen Kreisen, vermögen die Schafe vor Wolfsangriffen zu schützen.
Sie werden gerne so dem Götzen Wolf geopfert.
Ich enthalte mich eines Kommentars, Kinder könnten hier mitlesen.

Wieso das alles von den Wolfsfreunden bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls geleugnet wird, darüber kann man nur spekulieren. Die meisten von ihnen dürften auch "Naturschützer" sein, aber auch Schutz und Erhaltung der Deiche durch Schafe oder der Almen, die ohne Weidetiere verkarsten würden, geht ihnen an ihrem grünokologischen Hintern vorbei.

Fest steht, es gibt für sie Tiere erster und Tiere zweiter Klasse. Immer wieder findet sich auch das Mantra vom Menschen, der "das schlimmste Raubtier" sei. Ist es verständlich, dass ich diesen Leuten dann einen Moment lang wünsche, dass sie sich in einer Steinzeithöhle wiederfinden mögen, ohne Bildung, ohne Kultur, ohne Architektur, ohne Musik oder Malerei, ohne Philosophie und Literatur und vor allem ohne Hygiene und medizinische Versorgung?

Darauf antwortet die Biologin Eva Nessenius mir:
"Das erste, was sie sehr bald tun würden, wäre das, was die Steinzeitmenschen auch getan haben: Die Raubtiere so bejagen, dass sie nicht in die Nähe ihrer Wohnhöhlen kommen."
Genau! Womit wir es hier zu tun haben ist - auch - Wohlstandsverwahrlosung.

Stefan Fügner gibt dem Ganzen in seinem Jagdblog folgende Interpretation:
Der Misanthrop ist in der Regel ein schwacher Mensch ohne großes Durchsetzungsvermögen. Er macht für seine Ausgrenzung und das Gefühl des Alleingelassenseins immer seine Mitmenschen verantwortlich, aber nie sich selber. Er sucht als schwacher Mensch Verbündete, die ihm helfen, sich von dem erlittenen Leid zu befreien. Genau diese Charaktereigenschaften hat der Wolf:

Im Wolf vereinen sich alle Charaktereigenschaften, die dem Misanthrop fehlen und für die er sein gesellschaftliches Scheitern verantwortlich macht. Der Wolf ist aus seiner Sicht stark, wild, frei, klug, rücksichtslos, durchsetzungswillig und -rächt sich nun für sein durch den Menschen erlittenes Unrecht. Für den Misanthropen ein geradezu idealer Verbündeter und ein Vorbild gegen die verhassten Mitmenschen! Mit Tier und Naturschutz hat das alles sehr wenig zu tun.
Werden diese Leute Verantwortung übernehmen, wenn die zweifellos hochintelligenten Wölfe, die schon lange gelernt haben, dass ihnen bei uns mangels Jagddruck nichts passiert, irgendwann auch einsehen, dass es einfacher ist, ein Kind vom Fahrrad zu holen, anstatt Wild nachzuhetzen oder einen hohen Weidezaun zu überwinden?

Ich bezweifle es.



Für das weitere Zahlenmaterial: https://www.wolf-nein-danke.de 
Addendum zu diesem Eintrag hier.

Man merkt die Absicht und ist verstimmt

IKEA stellt sich auch in seinem Katalog 2017/2018 wie immer kultursensibel auf den deutschen Verbraucher ein. (Übrigens nur eine Auswahl.)

Das meine ich nicht einmal ironisch. Alles, aber auch ALLES, um die Bessermenschen der neuen Spießerklasse glücklich zu machen.







Gutmenschenempathie

Kennen Sie auch Leute, die Hunde aus süd- oder osteuropäischen Hundeelendsländern geholt haben und sie dann lustig jagen lassen? Fifi muss sich schließlich selbst verwirklichen und auch mal Spaß haben können, schließlich hatte er eine schwere Jugend. Die sind übrigens erstaunlich oft gegen die Jagd - das heißt, wenn sie denn durch Jäger, die durch ein rigoroses Prüfungssystem gegangen sind, tierschutzgerecht und im Sinne der Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Wildfauna, ausgeübt wird.

Pfui Teufel! Das könnte ja Spaß machen und Deutsche tun alles nur aus den allerernstest- und -edelsten Motiven, auch und vor allem das Hundehalten.

Mit 8 Wochen schon ein Kindersoldat!
Meinen ersten Hund habe ich mir nicht aus einem der bekannten Hundeelendsländer geholt, sondern von einem seriösen Züchter jagdbetonter Terrier auf der Britischen Insel, wofür ich mir eine Bemerkung eingehandelt habe, wie die, dass man doch gedacht habe, dass ich einem "armen Hündchen aus dem Tierheim ein Zuhause gegeben" hätte. So sieht Gutmenschenempathie halt aus.

Nun ja, zum Tierpsychiater, zur Veterinärkrankenschwester oder zum edlen Samariter habe ich mich nie berufen gefühlt, ich wollte - Pfui Teufel und so ganz undeutsch - einfach Spaß an und mit dem Hund haben, auch ohne unbedingt Gutes dabei zu tun, daher hielt sich mein schlechtes Gewissen in engen Grenzen.

Warum von der Britischen Insel? Zuerst weil man für Köter dieser Rasse hier ein Vermögen bezahlt und ich für das, was der kleine Kerl gekostet hat, nicht einmal besuchsweise die Nase in einen einschlägigen deutschen Zwinger hätte stecken dürfen, dann weil die Briten gute Hundeleute sind und dann, weil ich dort eine Freunde-Infastruktur habe, die mich ja auch letztlich zum Ziel geführt hat. Jagdliche Erwägungen habe ich, wie gesagt, damals noch nicht angestellt. "Papiere" waren für mich nicht von Bedeutung.

Nach erfolgreicher Brauchbarkeit. Foto: Privat.
Als ich dann entdeckte, dass der Hund gerne jagen wollte und extrem wasserfreudig war, musste ich das in vernünftige (und legale) Bahnen lenken, was hieß, den Jagdschein zu machen, etwas, woran ich nie großes Interesse gehabt hatte. In Nordrhein-Westfalen, wo ich damals lebte, konnte man die Brauchbarkeitsprüfung mit papierlosen Hunden ablegen, die phänotypisch - also ihrem äußeren Erscheinungsbild nach - einer Jagdhunderasse entsprachen.

Dann zog ich um nach Sachsen und hatte ein Problem. Dort wurden zur Brauchbarkeitsprüfung nur Hunde zugelassen, die Papiere eines vom JGHV (der jagdkynologischen Dachorganisation) anerkannten Zuchtverbandes hatten.

Ich bin also Mitglied in dem entsprechenden Verein geworden, habe den Hund dort erfolgreich phänotypiseren lassen, sodass er "Papiere" ausgestellt bekam. Daraufhin habe ich noch, obwohl ich das nicht gemusst hätte, den Wesenstest dieses Clubs mit dem Hund (dabei werden Nervenstärke, jagdliche Grundeignung und freundliche Disposition dem Menschen gegenüber geprüft) abgelegt. Übrigens sehr erfolgreich - hat uns beiden Bombenspaß gemacht.

Der Ernst des Lebens begann mit der Prüfung für Bauhunde in der Schliefanlage. Schliefanlagen sind standardisierte künstliche Fuchsbauten (nicht zu verwechseln mit Kunstbauten), die viele Schikanen enthalten, denen ein Hund bei der Baujagd ausgesetzt sein kann. An einer Seite befindet sich ein "Kessel" mit einem lebenden Fuchs. Er ist durch einen gitterartigen "Schieber" von dem Hund getrennt. Der Hund muss schnell seinen Weg zum Kessel finden und den Fuchs, dem dabei nichts passieren kann (und der das auch weiß), bedrängen. Davon, ob er und wie energisch er das tut, hängt das Resultat seiner Bauprüfung ab. Weitere Einzelheiten sind in diesem Zusammenhang uninteressant.

"Ja, ich seh Dein Ohr!" sagte der Richter bei der Zuchtzulassung. Er meinte das krumme Ohr auf der hier nicht sichtbaren Seite. Das anbiedernde Wedeln hat dem Kerl zwar nichts genützt, aber es hat so grade noch gereicht.
Die Ausbildung in der Schliefanlage ist unabdingbar für die Sicherheit des Hundes bei seinem späteren Baujagdeinsatz. Die Schliefenfüchse sind in Gefangenschaft geboren, dürfen nur paarweise gehalten werden, damit sie auch Sex haben können, müssen Klettermöglichkeiten haben (ja, Füchse klettern gerne) und werden bestens ernährt, der Kessel muss gekachelt sein, damit hygienische Verhältnisse gesichert sind. Mit anderen Worten: sie haben es besser als viele Menschen. Diese Füchse kennen ihren Job genau und wissen, dass ihnen nichts passiert. Sie können in Ruhe alt werden und sterben eines natürlichen Todes. Dennoch kann man auf "Tierschützer"-Seiten lesen, dass diese Füchse nach der "Jagdsaison" den Hunden "zum Zerreißen" vorgeworfen werden, deswegen wird man auch schon 'mal bei einer Schliefanlage von Passanten liebevoll  "Fuchsquäler" tituliert, auch werden diese gerne einmal abgefackelt. Gutmenschen sind zwar immer gut, aber fast nie ehrlich.

Danach kam die Brauchbarkeitsprüfung für Schweiß und Stöbern in Sachsen, die wir in der Lausitz erfolgreich abgelegt haben. Dabei wurde der Sichtlaut des Hundes bestätigt, d.h. er gibt beim Anblick von Wild laut - vulgo: er bellt. Ich habe ihn auch spurlaut jagen sehen (der Spurlaut, wobei der Hund laut der Spur des Wildes folgt, ist wertvoller als der bloße Sichtlaut), aber beide Arten des Lautes müssen von einem Richter des JGHV bestätigt werden, und es war keiner anwesend.

Müde aber glücklich nach einer Drückjagd.
Ich habe ihn sogar erfolgreich auf einer Zuchtschau vorgestellt, obwohl mir klar war, dass zu einem Phänotyphund ohne nachweisbare Abstammung, richtigerweise, niemand zum Decken kommen würde. Aber da er so eine kleine Aufmerksamkeitshure ist, habe ich ihm den Gefallen getan. Er hat es genossen und es war ein schöner Tag.

Wenn ich sehe, mit welcher Freude der kleine Kerl bei der Jagd und den Übungstagen bei der Sache war (er ist auch ein Genie an Sauen, obwohl die Hunde auf den Britischen Inseln - dort gibt es ja keine - nicht dafür gezüchtet werden) war ich immer froh, diese Ochsentour absolviert zu haben.

Und wenn jetzt zur Setz- und Brutzeit wieder die grauenerregenden Nachrichten und Bilder des von wildernden Hunden gerissenen Wildes hereinkommen, dann denke ich, dass es für Gutmenschen nicht nur zwei Sorten von Menschen - sie selbst und die anderen - gibt, sondern auch zwei Sorten von Tieren, die, mit denen man Mitleid hat - und die anderen.

Der kleine Drecksköter wird in einigen Tagen 14 Jahre alt, ist kerngesund und vital wie ein junger und hat mir - Pfui Teufel! - nur Freude bereitet, und die Samariter können mich mal kreuzweise.

Ich bin halt ein Egoist und das ist auch gut so.

 "Wo ist die Ente?" Der Hund mit 13 Jahren.

(22.03.2018)

Bellobinsen

Kein Lebensbereich, so scheint es, bleibt von der Binse verschont, warum sollte die Hundewelt dagegen immun sein. Betroffenheitsdeppen, Deeskalations-Friedensfuzzis, Gleichheitshysterikerinnen beider Geschlechter, Noblewildeversteher, Neidgeplagte, Asozial-Antiautoritäre und einfach nur Doofe. Ich SCHWÖRE, das ist alles so zu mir gesagt worden. Hier meine gesammelten Blüten:

"Hahaha!"
Das Herrchen des Landseers, der mich angesprungen hatte und es war extrem matschig da unten und echt total lustig.

"Unser Hund ist gefährlich."
Frauchen lief von der Last eines quer getragenen Baumes ("Ast" würde diesem Trumm nicht gerecht werden) gebückt vor Herrchen her, das den Hund an der Leine führte und warnte alle Entgegenkommenden. (Die Terrier nahmen das zum Anlass, daran zu schaukeln. Fanden sie lustig.)

"Die machen das schon unter sich aus." (Unausgesprochen)
Die Leute, die einfach weitergingen, als ihr weißer Schäferhund aus dem spanischen Tierschutz meinen Terrier am Boden festgenagelt hatte, obwohl er sich unterworfen hatte. Tiefes Loch im Hals. Die Tierarztrechnung habe ich noch lange vergeblich mit mir 'rumgetragen. So viel zu den "natürlich sozialisierten" Hunden aus Hundeelendsländern. Mehr siehe hier.

"Die [vorher in Rudeln freilebenden] Hunde aus Spanien/Portugal/Griechenland/Osteuropa [die keinen Menschenkontakt kennen und die man dann in deutsche Wohnungen verpflanzt] sind alle ganz toll natürlich sozialisiert."

"Wir haben keine Angst, aber Kinder könnten sich davor erschrecken."
Als meine winzige, 12-Wochen-alte Kleine (ausgewachsen später kolossale 6 kilo schwer) überraschend aufgetauchte Spaziergänger auf einem Waldweg piepsend ankläffte.

"Das ist ja unglaublich!"
Das Herrchen eines eingestandenermaßen bissigen Hundes, welches versuchte, meine Terrier durch das Auf- und Zuklappen seines Regenschirmes zu verscheuchen, was die klasse fanden und mich zu der Antwort veranlasste, dass "unglaublich" nur sei, dass er mit seinem Köter nicht auf die entfernte Seite des breiten Ruhrufers gegangen sei.

"Ihr pisst alles voll, Ihr kackt alles voll ..."
Ein Angler an der Ruhr zu meinen Terriern, die das zum Anlass nahmen, sich vor ihm aufzubauen und kräftig anzukeifen. Wahrscheinlich hielten sie es für ein neues Spiel. In diesem Fall muss ich sagen, ich konnte den Mann verstehen. Er hatte recht.

"Lassen Sie ihn doch. Er darf mich ruhig anspringen. Er freut sich doch."

"Hach sind Sie brutal!"
Wenn man den Hund "Down" machen lässt. Ich war schwer versucht, den jungen und extrem lebhaften Hund abzuleinen und ihn das tierärztliche Wartezimmer spontimäßig aufmischen zu lassen.

"Sie üben die ganze Gewalt des Menschen über den Hund aus."
Bei eben dieser Gelegenheit. Hätte der Hund die ganze Gewalt des Hundes über den Menschen ausgeübt, wäre das aber okay gewesen.

"Warum darf Ihr Hund denn nicht bellen? Das ist doch ein Hund. Der muss doch bellen."

"Hunde sind wie Kinder."

"Hunde wissen genau, wer es gut mit ihnen meint."
Hat Blondie auch gewusst.

"Ich lasse für meine Hunde vegetarisches Futter aus Amerika kommen."

"Kaninchenmörder!"

"Fuchsquäler!"

"Aus welchem Tierheim hamse den?"
Rassehunde sind bäh!

"Und ich hatte gehofft, dass Du einem armen Hündchen aus dem Tierheim ein Zuhause gegeben hättest."
Sowas macht Freude, vor allem wenn man sich soeben seinen ersten Hund angeschafft hat. Gutmenschenempathie halt.

"Ist der auch kastriert?"
Betonung auf "kastriert". Männliche Sexualität muss so weit wie möglich eingedämmt werden, läufige Hündinnen dürfen aber ganze Hundewiesen verstänkern. Genau wie im richtigen Leben.

"Aber mein Hund hat doch noch Welpenschutz."
Einen Schmarrn hat der. Das gilt nur im Rudel.

"Jäger schränken meine Freiheit ein, weil ich mich nicht mehr mit dem angeleinten [haha] Hund in den Wald traue."

"Ich habe meinen Hund vom Bauern, weil die [seriösen] Züchter verdienen damit viel zuviel."
Ja, viel zu verdienen ist bäh. Übrigens: Als ich den Züchter meines Vorstehhundes kennenlernte, hatte er eine in der Zucht stehende Hündin, zwei alte Damen, die liebevoll zu Tode gepflegt wurden und von denen eine ihm nie einen Wurf gebracht hatte, sowie zwei Nachwuchshündinnen. Heute, nach 8 Jahren, ist die Konstellation wieder ähnlich. Noch Fragen?

"Jagdhunde sind bei Nichtjägern viel glücklicher."

 Und hier noch vier, nicht über Hunde:

"Ich habe nichts gegen die Jagd an sich, nur gegen Hobbyjäger."
Weil die könnten ja Spaß daran haben.

"Über die Jagd wird noch mehr gelogen, als über den Krieg."

"Die Natur würde sich schon von selber regeln."

Und als Glanzstück:

"Mir hat noch kein Fuchs was getan."